Wenn Schritte zu Wegen werden

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Ein kleines Kind lernt Laufen und entfernt sich das erste Mal von seinen Eltern. Das ist aufregend. Vielleicht vergisst das Kind – von der neuen Erfahrung begeistert – die Eltern für einen Augenblick und erschrickt, als es merkt: „Ich bin allein.“

Früher war die Konfirmation der Abschluss der Kindheit. Danach schloss sich häufig eine Berufsausbildung an. Die bisherigen Kinder wurden zu Erwachsenen, gingen erste eigene Wege und verdienten ihr erstes eigenes Geld.

Auch heute ist die Konfirmation, die Jugendliche meist im Alter von 14 Jahren in evangelischen Kirchengemeinden feiern, ebenfalls ein wichtiger Schritt, auch wenn die Jugendlichen in der Regel weiterhin zur Schule gehen wie bisher.

Ja, wenn Schritte zu Wegen werden, dann ist es manchmal so, wie mit einem kleinen Kind, das das Laufen gelernt hat und der Faszination der Welt folgt, die es zu entdecken gilt. Manchmal entfernt sich der ein oder die andere auf ein Mal und merkt vielleicht ebenfalls erschrocken: „Huch. Ich steh ja ganz allein.“

Dass dies nicht so sein muss, dass Eltern, Paten, Geschwister und Gott selbst Wegbegleiter sind, wird in der Feier der Konfirmation und letztendlich bei allen Familienfesten und in jedem Sonntagsgottesdienst deutlich. Alles, damit Schritte getrost zu Wegen werden können; dem Wunder unserer Welt auf der Spur.

 

Pfr. Bastian Michailoff

 

 

 

 

Konfirmationen

13.05.2012

 

10.30 Uhr - Martinskirche:  Konfirmation I Bad Camberg

10.30 Uhr - Christuskirche: Konfirmation I Niederselters

 

20.05.2012

09.30 Uhr - Martinskirche:  Konfirmation II Bad Camberg

11.00 Uhr - Martinskirche:  Konfirmation III Bad Camberg

10.30 Uhr - Christuskirche: Konfirmation II Niederselters